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Mexiko: Gesundheit und Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Pflichtimpfungen
Hepatitis A und B 4
Dengue-Fieber 1
Typhus 2 -
Malaria 3 -
Tollwut 5

  • Dengue-Fieber & Mückenschutz: Das durch tagaktive Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Konsequenter Insektenschutz (Repellents, lange Kleidung) wird dringend empfohlen. Bei längeren Aufenthalten oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfberatung bezüglich der Dengue-Impfung.
  • Malaria: Das Malariarisiko in Mexiko ist insgesamt sehr gering und beschränkt sich hauptsächlich auf einige ländliche, tiefer gelegene Gebiete im Süden sowie Regionen nahe der Grenze zu Guatemala (überwiegend die mildere Form Plasmodium vivax). In den großen Metropolen und Haupttouristenregionen – darunter Mexiko-Stadt, Cancún, die Riviera Maya, Los Cabos, Guadalajara, Monterrey und Oaxaca-Stadt – besteht kein Malariarisiko.
  • Hepatitis A & B: Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A wird für Reisen nach Mexiko generell empfohlen. Eine Hepatitis-B-Impfung empfiehlt sich bei längeren Aufenthalten, engem Kontakt zur Bevölkerung sowie für Kinder und Jugendliche.
  • Typhus: Eine Typhusimpfung wird insbesondere für Rucksackreisende, einfache Unterkünfte und Langzeitaufenthalte empfohlen.
  • Tollwut: Tollwut kommt vor; Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Wildtiere und Fledermäuse. Eine vorsorgliche Impfung wird für Rucksackreisende, Kinder sowie bei Längzeitaufenthalten empfohlen. Bei Tierbissen muss unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
  • Allgemeiner Hinweis: Für die Einreise aus Europa (z. B. Deutschland, Österreich, Schweiz) sind in der Regel keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Es wird empfohlen, den Standardimpfkalender zu überprüfen und rechtzeitig vor Reisebeginn eine tropenmedizinische Beratung in Anspruch zu nehmen.

    Medizinische Versorgung und Gesundheitswesen

    Die medizinischen Einrichtungen sind gut, es stehen staatliche und private Krankenhäuser, Ärzte, Kliniken und Apotheken zur Verfügung.

    Arzneimittel sind häufig ohne Rezept erhältlich, und Apotheker dürfen leichte Erkrankungen und Verletzungen behandeln.

    Da Mexiko City relativ hoch liegt, kann es sein, dass Besucher eine Akklimatisationszeit benötigen. Die Stadt hat außerdem hohe Smog-Messwerte, was ebenfalls bedacht werden sollte.

    Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

    Essen und Trinken

    Nahrungsmittel- & Trinkwasserhygiene:

    Zur Vermeidung von Darminfektionen (wie z. B. der typischen Montezumas Rache) ist eine konsequente Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene unerlässlich.

    • Trinkwasser & Eiswürfel: Leitungswasser in Mexiko ist in der Regel kein Trinkwasser. Es sollte nur abgepacktes Wasser aus original verschlossenen Flaschen oder sterilisiertes Wasser (in vielen Hotels verfügbar) zum Trinken und Zähneputzen verwendet werden. Auf Eiswürfel sollte verzichtet werden, sofern nicht sichergestellt ist, dass sie aus gereinigtem Wasser hergestellt wurden.
    • Lebensmittel & Speisen: Fleisch-, Fisch- und Meeresfrüchtegerichte sollten stets gut durchgegart und heiß serviert verzehrt werden. Besondere Vorsicht ist bei rohem Salat, ungeschältem Obst, Mayonnaise sowie unpasteurisierten Milchprodukten geboten (Grundregel: „Cook it, peel it, boil it or leave it"). Beim Verzehr von Speisen an Straßenständen ist ein Blick auf die allgemeinen Hygienebedingungen ratsam.
    • Milchprodukte: Außerhalb der großen Metropolen ist Milch oft nicht pasteurisiert und muss vor dem Verzehr abgekocht werden.
    • Cholera: Das Infektionsrisiko für Touristen ist äußerst gering und beschränkt sich allenfalls auf besondere Expositionen. Eine Cholera-Impfbescheinigung ist für die Einreise nach Mexiko nicht erforderlich.

    Sonstige Risiken

    Weitere Infektionsrisiken & Impfempfehlungen:

    • Standardimpfungen: Es wird empfohlen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u. a. Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) vor Reiseantritt zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen.
    • Mücken- & Insektenübertragene Infektionen:
      • Zika-Virus: Wird durch tagaktive Stechmücken übertragen. Eine Infektion kann zu Fieber, Gelenkschmerzen und Bindehautentzündungen führen oder symptomlos verlaufen. Da das Virus bei Ungeborenen Mikrozephalie verursachen kann, wird Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Ausbrüchen abgeraten. Da weder Impfung noch Prophylaxe existieren, ist konsequenter Mückenschutz essenziell.
      • Chikungunya, Filariose & Leishmaniose: Diese durch Mücken bzw. Schmetterlingsmücken übertragene Krankheiten kommen vor allem im Süden sowie in ländlichen Regionen vor. Hautbedeckende Kleidung und Repellents bieten Schutz.
      • Chagas-Krankheit: Wird durch Raubwanzen in einfachen ländlichen Unterkünften (vor allem im Süden) übertragen. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten oder im Freien empfiehlt sich die Nutzung von Moskitonetzen.
    • HIV / AIDS: Schutzmaßnahmen gegen ungeschützte Sexualkontakte sowie die Vermeidung unsteriler Nadeln/Kanülen sind zwingend zu beachten.

    Sicherheit, Strassenverkehr & Naturgefahren:

    • Allgemeine Sicherheit: Kleinkriminalität (wie Taschendiebstahl oder Handtaschenraub) kann insbesondere in dichten urbanen Zentren, an Umsteigepunkten und in Touristenhochburgen vorkommen. Wertsachen sollten nicht offen zur Schau gestellt und Aufmerksamkeit gewahrt werden.
    • Straßenverkehr & Reisen: Die Straßenbedingungen und das Fahrverhalten variieren regional stark. Besondere Vorsicht ist bei Nachtfahrten sowie auf unbeleuchteten oder abgelegenen Routen geboten. Es wird empfohlen, sich vorab über sichere Reiserouten zu informieren.
    • Klima & Naturgefahren: Die Sonneneinstrahlung ist vor allem an den Küsten und in Wüstenregionen sehr intensiv (Sonnenschutz beachten). Zudem kann es an den Karibik- und Golfküsten saisonal zu Hurrikans und Starkregen kommen. Lokale Wetterwarnungen und Hinweise der Behörden sollten stets befolgt werden.

    Gesundheitszeugnis

    Gesundheitszeugnis für Langzeit- & Arbeitsaufenthalte:

    Für Langzeit- oder Arbeitsaufenthalte von mehr als drei Monaten (bzw. mehr als 90 Tagen) verlangen die mexikanischen Behörden und Auslandsvertretungen bei der Visumbeantragung unter Umständen ein aktuelles Gesundheitszeugnis in spanischer Sprache (bzw. mit einer beglaubigten spanischen Übersetzung). Genaue Vorgaben zu den erforderlichen Untersuchungen sollten vorab beim zuständigen Konsulat erfragt werden.